Sonntag, 6. November 2011

Take 11



Sonntag, verkaufsoffener Sonntag und ziemlich nebelig um genau zu sein. Der Tag verspricht also
nichts besonderes zu werden und so sitz' ich im Auto und beobachte mit meiner Mutter die Massen
an Leuten die in der Stadt sind und diese Gelegenheit ausnutzen, sich herum tümmeln und ich versinke
inmitten meiner Tagträume, in Gedanken und Erinnerungen wie schön der Herbst ist. Jetzt wo er noch
da ist und ich bei jedem Gang über den Schulhof Blätter von den Bäumen fallen sehe, wie sie sanft mit
dem Wind spielen, ja fast schon tänzeln und ich mich so gut fühle. In meinem Pullover den J. an mir so
mag und den ich immer bis zu meinen Fingerknöcheln lang ziehe wenn es regnet, durch den Regen laufe
als würde es mich kalt lassen, meine Mütze langsam über meine Stümperhaft getönten Haare ziehe und
vor mich hin summe. Die Leute sehen nur das Negative an dieser Jahreszeit, unberechtigt wie ich finde.
Der Tag wird wie ich im nachhinein finde noch amüsant und auf der Rückfahrt lasse ich meine Beine von
den Packungen warmer Nudeln wärmen die wir beim Türken kaufen waren. Das nächste was erwähnenswert wäre, ist deine Nachricht. Mein Handy ertönt und ich entriegle den Bildschirm, lese den Text. Dir geht es nicht gut und du willst zu mir, kommst deswegen mit dem Rad her, keine Selbstverständlichkeit. Als du bei mir bist liegen wir da, reden über alles und du springst auf. Hände auf den Beinen und den Kopf nach unten, du willst nicht dass ich sehe wie dir die Tränen in die Augen schießen aber ich durchschaue dich, schleich mich an dich ran und umarme dich langsam, flüster dir ins Ohr dass alles gut wird und du mit mir zusammen alles schaffen kannst wenn du nur daran glaubst. Du schaust mich an und ich, das nichtmal 1.60 große Mädchen wische dir 1.90-Riesen die Träne weg,Geschichten die nur das Leben schreibt.

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