Donnerstag, 13. Oktober 2011

Take 8

Deutschunterricht und ich lese meine Reportage vor nachdem mich K. fast auf Knien darum gebeten hatte. Ich bin wie vertieft in den Text, die Dramatisierung und kann mir alles Bildlich vorstellen. Ich bin mitten im Geschehen, bin dabei als Maria Concales mit den Tränen kämpft und als ich am Ende angelangt bin blicke ich erleichtert auf. Meine Klassenlehrerin mit offenem Mund, wie sie und der Rest der Klasse klatschen und nicht in Worte fassen können wie gut dieser Text war. "Mir fehlen die Worte, ich meine nichts gegen die letzten Texte. Die waren wirklich gut geschrieben aber deins war..WOW! Du hast so viel Talent, nutze es." Es fühlt sich gut an gelobt zu werden, wie die warme Sommersonne die auf deinen Rücken fliegt und dort alle deine Hautzellen aufwärmt. Also ziehe ich meine Ärmel bis über die Fingerknöchel, lehne mich entspannt zurück und lasse mich noch zwei weitere Stunden von verschiedensten Leuten loben.
Nun sitz ich hier auf meinem Sofa, neben meinem Kater der friedlich vor sich hin schnurrt. Man mag garnicht denken dass er nachts mit Artgenossen kämpft und dabei mächtig auf die Schnautze bekommt, dass er Mäuse jagt und seine Krallen beim Geräusch des Staubsaugers schlagartig ausfährt. Ich liebe den kleinen, also geh ich ihn jetzt streicheln, bürsten und ihn auf jegliche Art verwöhnen bevor L dann gleich kommt und wir zusammen die Zeit vergeuden. Wunderschönen tag, kleine Monster.

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