Samstag, 8. Oktober 2011

Take 5

Draußen peitschen die Hagelkörner gegen das Fenster, die Bäume wiegen unsanft im Wind und Blätter werden durch die Luft getragen. Mein Kater weckt mich mit einem kleinen Stupser sanft auf, ich kraule ihm das Fell und er drückt seinen kleinen Kopf gegen meine Hand. "Du bist verrückt, dass du bei so einem Wetter raus willst."
Als ob er meine Worte verstanden hätte schaut er zum Fenster raus und legt sich danach an das Fußende meines Bettes. Langsam klappe ich meinen Laptop auf, er fährt hoch und, wie soll es anders sein, ich vernetze mich mit Facebook. "Du, tut mir leid wegen gestern." ja, das sollte es. Du solltest dich mieser fühlen als ich. "Ist okay, schon gut." Ich kann es nicht unterdrücken, dieses kauen auf der Innenseite meiner Lippen. Jedes Mal, auch wenn mich etwas nur im geringsten aufregt kommt es wieder. "Nein und ich weiß dass es das nicht ist, ich wünschte ich könnte es auf irgend eine Art wieder gut machen." Irgendwie bist du ja schon süß und du tust mir gut also warum rege ich mich so auf? Weil du mich versetzt hast. Du bist weiß Gott nicht der Erste der das getan hat aber ich hab' gedacht wenigstens du wärst vertrauenswürdig und ich werde ab jetzt immer an dir zweifeln ob ich es will oder nicht. "Weißt du was? Ich komm vorbei, jetzt. Sei einfach in ner viertel Stunde vor der Tür." Ich tu es, weil ich dich vermisst hab. Drei Tage am Stück und ich halte es ohne dich keine zwei Stunden aus. Du kommst mir entgegen und umarmst mich. Da ist es wieder, dieses kauen auf den Lippen. Ich versuche nicht zu weinen, wie so oft wenn du da bist. Danke dass du immer da bist, danke dass du dir alles anhörst und danke dafür, dass mein Herz so schnell schlägt wie nie zuvor. Du streichst mir sanft über den Rücken und wir stehen noch lange in meiner Einfahrt, Arm in Arm-eine Halbe Ewigkeit.

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