Sonntag, 11. September 2011

Take 1

Es war ein langer Tag-unglaublich lang.
Ich bin entkräftet, stehe mit in den Nacken gelegten Kopf in der Küche und trinke mein wasser. Du sitzt da und weinst, meine Mutter die ich noch nie mit so kalter Stimme gehört habe. "Hat Papa mit dir gesprochen?" Deine Augen so rot, schauen mich an, durchbohren mich förmlich und was ich danach höre fasse ich kaum. Ich verliere den Boden unter den Füßen. Meine Oma, diese unheimlich gutherzige Frau die ihr ganzes Leben lang nur gearbeitet und gekämpft hat, hat nichtmal mehr drei Monate. Wieso nicht einer der Assi's vom rtl? Leute die auf Kosten des staats leben oder sich nicht um ihre Familie kümmern? Ich kann aber nicht weinen. Nicht jetzt, es kommt zu plötzlich. Ich bin überrumpelt, stelle aus verlegenheit nur unnötige Fragen. Ich stehe auf,umarme dich eine halbe ewigkeit und flüster dir kaum hörbar in dein Ohr "Ich hab' dich lieb,Mama"
und gehe. Ich bin eine schlechte Tochter, aber ich will nicht wie du siehst dass ich auf die Knie sinke
und mir die Tränen von den Wangen wische.









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